Reza Pahlavi strahlt Demokratie aus

Am vergangenen Samstag sprach der iranische Thronfolger Reza Pahlavi in Bonn bei der Jahreshauptversammlung der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM).

Am Rande der Versammlung führte Jürgen Liminski vom Deutschlandfunk ein Interview mit ihm , das im Grunde für sich spricht.

Der im Exil lebende Kronprinz Irans beantwortete nicht nur geduldig und präzise die Fragen seines Interviewpartners, sondern strahlte einmal mehr die selbstsichere Ruhe aus, die seine komplette, bisherige Arbeit für sein Heimatland definiert hat.

Auf die Frage, ob sich das Volk der Iraner Atomwaffen wünsche, entgegnete er mit einem klaren NEIN. Er stellte klar, dass ein freier und demokratischer Iran keinerlei Atomwaffen nötig hätte und man sich klar an internationale Verträge halten müsse.

Zudem zeigte er sich optimistisch, was die Freiheitsbewegung und den sich anbahnenden Sturz des Regimes angeht. Reza Pahlavi scheint kein Mann der großen Worte zu sein, aber er weiß genau, was er tut. Seine Antworten sind kompetent, intelligent und überzeugend. Er fordert weder ein führendes Amt für sich ein, noch versucht er sich anderweitig in den Vordergrund zu stellen. Er zieht im Hintergrund wichtige, hilfreiche Fäden und nutzt seinen Einfluss, um die Bewegung so intensiv, wie es ihm nur möglich ist, zu unterstützen.

[…]es geht nicht um mich und ich hoffe, dass das iranische Volk versteht, was mich bewegt und was meine Aufgabe ist. In diesem Sinn sprechen meine Vergangenheit und meine Worte für sich selbst. Ich bewerbe mich um kein Amt. An diesem Punkt der Geschichte unseres Landes mache ich alles, was ich kann als Iraner. Und auch wenn manche Erwartungen auf mich gerichtet sein mögen, ich will dazu beitragen, dass es freie Wahlen im Iran gibt, dass das iranische Volk wirklich frei entscheiden kann, was es will. Freie Wahlen – das ist das Ziel meiner politischen Mission. Nach diesem Tag bin ich natürlich bereit, dem Volk in der Funktion zu dienen, in der es mich künftig sehen will. Wenn nicht, ist meine Arbeit getan und ich kann mir guten Gewissens sagen, der Patriot hat seine Schuldigkeit getan, der Patriot kann gehen. 

Dieses  Interview mit Reza Pahlavi zeigt einmal mehr, was es heißt iranisch zu denken. Zudem ist er reif und umsichtig genug, um zu wissen, dass ein unbedachter, tölpelhafter Vorstoß seine wertvolle Stimme für immer trüben und die Bewegung schwächen könnte. Er verhält sich, wenn auch hin und wieder etwas zaghaft wirkend, absolut vorbildlich und wird eines Tages ernten, was er sät.

Für einen wahrhaftigen Thronfolger gibt sich dieser hochgebildete Mann mehr als bescheiden, was auch den härtesten Gegnern der sogenannten Pahlavi-Dynastie die panische Angst vor einer möglichen, wenn auch nur repräsentiven Rolle Pahlavis in einem freien Iran nehmen könnte. Er wirkt weitaus demokratischer eingestellt als alle „Reformer“ des amtierenden, menschen-verachtenden Regimes zusammen und hat klare Vorstellungen von einem säkularen Iran in Freiheit und Demokratie.

Aber was noch viel wichtiger ist: Er ist Iraner, mit Leib und Seele.

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Quellen und Infos zum Thema:

http://www.ireport.com/docs/DOC-425586 (Video: Reza Pahlavi vor der IGFM in Bonn)

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1152900/ (Interview mit dradio)

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