Bulldozer gegen westliche Kultur

Nicht erst nach den Massenunruhen und den wiederholten Volksaufständen gegen die Mullahkratie im Iran bekämpft das islamische Regime vor allem den Drang der jungen Iranerinnen und Iraner nach Weltoffenheit und dem Interesse an westlicher Kultur und deren Medien. Seit Jahrzehnten versucht man mit welchen Mitteln auch immer, alles Westliche, so gut es geht zu verbannen, um den mohammedanischen Geist zu wahren.

Dies geschieht inzwischen ganz nach „Taliban-Style“. Verboten sind westliche Kleidung, moderne Frisuren und vor allem die westliche Kultur im Bereich Film und Musik. Das bekommen jetzt besonders junge Iranerinnen und Iraner zu spüren, die sich, um sich innerhalb der (durch jahrzehntelange Misswirtschaft des Regimes) immer weiter verarmenden Bevölkerung durch das Kopieren und Verbreiten von DVDs und CDs mit Inhalten westlicher Herkunft einige Groschen dazuverdienen möchten.

Werden Sie dabei erwischt, so sorgen organisierte Pasdaran-Mitglieder dafür, dass diese in aller Öffentlichkeit an Händen gefesselt an den Pranger gestellt werden und zusehen müssen, wie sämtliche, beschlagnahmte Medien von Bulldozern platt gewalzt werden.

Wer nun aber glaubt, dass der Schrott der zerstörten Silberlinge auf den Müll kommt, der irrt gewaltig. Wie Ali Schirasi auf seinem Blog schreibt, soll es einen General der Revolutionswächter geben, der in Teheran unter staatlicher Entlohnung Abfall „entsorgt“. Dass CDs und DVDs aus einem hochwertigen Kunststoff bestehen, der nach dem Einschmelzen einwandfrei wiederverwendbar sind, sei hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt. Den Rest kann sich jeder selbst denken.

Dies ist nicht nur ein weiteres Beispiel, das zeigt, wie sich die Machthaber der islamischen Republik samt ihren Söldnern am iranischen Volk bereichern, sondern vor allem ein Ausdruck des Ausmaßes der ständigen Repression auf allen Ebenen. Man findet keine Mittel, die Bevölkerung adäquat zu ernähren und zu versorgen, aber man scheut nicht die verstricktesten Wege, um zu unterdrücken und sich am Iran und seinen Menschen zu bedienen.

Es werden jedoch Zeiten kommen, in denen sich Iranerinnen und Iraner ihrer Tyrannen entledigen und nicht nur ihre eigene Hochkultur wieder ausleben dürfen, sondern sich auch interessiert westlicher Kultur widmen dürfen, ohne Angst vor Bestrafung haben zu müssen.

(Vielen Dank an Ali Schirasi)

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Ein Gedanke zu „Bulldozer gegen westliche Kultur

  1. Hhhmm irgendwie inkonsequent oder? Denn wenn unseren werten Herrschern daran gelegen wäre westlichen Einfluss zu eliminieren, müsste dann eigentlich nicht auch der Bulldozer gebulldozert werden??
    Oder die Straße aufgerissen, Laternen umgestoßen und Stromleitungen heruntergerissen werden!? Schließlich entstammen auch alle diese Dinge dem westlichen Kulturkreis.
    Na Ich bin sicher, wenn man den Koran ordentlich studiert, werden all diese Dinge als Errungenschaften als der Vorhersehung Mohammeds entstammend entlarvt.

    Doroud

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