Die USA personifizieren neue Iran-Sanktionen

Nach all den Wirren um mögliche Sanktionen wegen des stetig angeprangerten Atomprogramms der Islamischen Republik, wenden sich immer mehr nationale und internationale Unternehmen von Handelsbeziehungen mit dem Iran ab. Während deutsche Firmen wie aktuell z.B. ThyssenKrupp sich bei ihrem Rückzug auf die übereinstimmenden EU-Sanktionsmaßnahmen berufen, kann unsereins nach wie vor nicht wirklich verstehen, was so schwierig daran ist, gleich die Schleusen dicht zu machen und zwar spätestens zu dem Zeitpunkt, an dem die ersten Opfer der brutalen Protestniederschlagung nach den Präsidentschaftswahlen im letzten Jahr für jedermann publik wurden.

Wie oft haben wir uns gewünscht, dass gerade die Großmächte der freien Welt klar Stellung beziehen und strikt mit variablen Mitteln gegen Menschenrechtsverletzungen, die im Iran auch nicht erst seit 2009 passieren, vorgehen. Wie es scheint, wurde unser Flehen erhört. Vielleicht ist es ein gutes Omen, dass das erste, langersehnte Signal der Entschlossenheit aus einem Land kommt, das einst für seine freiheitliche und demokratische Grundordnung beneidet wurde. Präsident Obama hatte samt seiner Regierung in letzter Zeit meist eher dadurch geglänzt, zu relativieren und sich im Kritikfalle fast ausschließlich zur Problematik der Atomanlagen zu äußern.

Dies soll nun anders werden. Zum ersten Mal beschließt eine Weltmacht gezielte Sanktionen gegen einzelne Schlächter des islamischen Regimes im Land Kuroushs. Die Sanktionen richten sich gegen acht der größten Dreckschweine in der Geschichte des Iran. Unter ihnen sollen unter anderem der Kommandeur der Revolutionsgarden Mohammad Ali Jafari und der Geheimdienstminister Mostafa Mohammad Najjar sein. Neben einem Einreiseverbot müssen die allahistischen Verbrecher auch mit finanziellen Beschneidungen rechnen, denn deren von den USA kontrollierbaren Auslandskonten sollen eingefroren werden. Eine entsprechende Anordnung wurde von Obama höchst persönlich unterzeichnet.

US-Außenministerin Hillary Clinton dazu:

„Diese Offiziellen sind dafür verantwortlich, dass iranische Bürger auf tyrannische Weise geschlagen, gefoltert, vergewaltigt, erpresst oder getötet wurden.“

Wow… Warum nicht gleich so? Diese Nachricht mag auf den ersten Blick nicht weltbewegend wirken, aber sie ist ein guter Anfang und könnte Schule innerhalb der freien Welt machen. Ich halte diesen ersten Schritt für dringend notwendig, gerade im Hinblick auf den erstrebenswerten, zukünftigen Umgang mit Menschenschlächtern dieser Kategorie. Zudem muss es wichtiger Bestandteil essenzieller Aufklärung im Bezug auf die Verbrechen der Islamischen Republik sein, deren Schergen öffentlich und in aller Welt anzuprangern, zu sanktionieren und konsequent zu isolieren. Solche Schritte schwächen die Strukturen der Islamischen Republik und könnten eines Tages in Verbindung mit dem starken Freiheitswillen des iranischen Volkes zum Sturz der Mullahkratie und somit zur Freiheit des Iran führen.

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4 Gedanken zu „Die USA personifizieren neue Iran-Sanktionen

  1. I. G., ich verstehe Deinen Bericht sehr gut.

    Aber nie werde ich das ewig lange Schweigen von der Obama-Administration vergessen.
    Und bevor da nur ein Funken Vertrauen wieder auferweckt werden sollte, da muss noch mehr, viel viel mehr als das geschehen.

    Die US-Administration hat bisher durch und durch versagt mit ihrem Schweigen! Und DAS wird das iranische Volk nicht so leicht vergessen!

    • Absolut! Deshalb auch „nicht weltbewegend“, denn die Obama-Truppe hat sich genug Fehltritte beim Thema Iran geleistet. Auch, wenn sie reichlich spät kommen, ist es aber genau diese Art von Sanktionen, mit denen man sich von solchen Mördern und Vergewaltigern sichtbar abgrenzt.

      Selbst das vielzitierte „Argument“ der Schädigung der Bevölkerung bei Wirtschaftssanktionen zieht hier nicht, da es einzelne Funktionäre der Islamischen Republik sind, die in aller Weltöffentlichkeit bestraft und bloßgestellt werden.

  2. Bei der Kritik am vielleicht zu langsamen Handeln westlicher Staaten darf man aber auch nicht uebersehen, dass die iranische Opposition (innerhalb und ausserhalb des Landes) es dem Westen nicht einfacher gemacht hat, zu einer entschiedenen Haltung in der Sanktionsfrage zu kommen.
    Etliche iranische Oppositionsgruppen sind fundamental gegen Sanktionen (leider und kurzsichtigerweise).

    • Das stimmt, Andreas.

      Gerade deshalb ist es überaus wichtig, genau so vorzugehen, wie es jetzt die USA getan haben, nämlich gezielt jene Personen anzuprangern und zu sanktionieren, die das iranische Volk all die Jahre geknechtet und ermordet haben..

      Unsere Kritik an der lahmen Haltung westlicher Staaten basiert jedoch vor allem darauf, dass kaum jemand von vorne herein klipp und klar Stellung bezogen und die Menschenrechtsverletzungen radikal und lückenlos verurteilt hat. Und damit meine ich nicht nur die Zeit nach den Wahlen, sondern die gesamten 31 Jahre islamischer Schreckensherrschaft im Iran.

      Wenn man bedenkt, wie jahrelang auf den bösen Shah, wegen seinen angeblichen flächendeckenden Unterdrückungen des Volkes, eingedroschen worden ist, wirkt die Bilanz der Reaktionen der freien Welt auf die Machenschaften der Mullahkratie haarsträubend. Das Schweigen im Walde…

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